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Emulex 2plus

Ersatz für gelatinöse Sprengstoffe

EMULEX 2plus:

Neue Lösung die neu errichtete Emulsionssprengstoffanlage in St. Lambrecht liefert seit über sechs Monaten beste Qualität. Das erste „neue“ Produkt aus dem Hause Austin Powder ist „Emulex 2plus“, ein sprengkapselempfindlicher, universell einsetzbarer Emulsionssprengstoff, der in diesem Beitrag nacher beleuchtet wird.

Der neue Emulsionssprengstoff Emulex 2plus weist eine um ca. 4% höhere Dichte, sowie einen um ca. 5% höheren Energieinhalt (spezifische Energie) auf als die bisher verwendeten Emulsionssprengstoffe. Der erhöhte Aluminiumanteil im Sprengstoff sorgt für eine höhere Explosionstemperatur und ist ausschlaggebend für einen um 10% höheren Detonationsdruck. Damit ist Emulex 2plus wesentlich leistungsstärker als die bisherigen Emulsionssprengstoffe. Ziel ist es nun in Zusammenarbeit mit zahlreichen österreichischen Bergbaubetrieben die Menge an gelatinösem Sprengstoff weitestgehend zu reduzieren, und wenn möglich diesen gänzlich zu ersetzen. Um die Wirkung und Leistungsfähigkeit im Vergleich zu gelatinösem Sprengstoff qualitativ zu erfassen wurden zuerst umfangreiche Versuche in zwei österreichischen Untertage-Betrieben durchgeführt.

Versuche in Mittersill:

Die Sprengversuche wurden in verschiedenen Bereichen des Vortriebes durchgeführt. Hier wurde die Menge des geladenen Sprengstoffes, Position der einzelnen Ladungen und das Sprengergebnis evaluiert. Das Ergebnis wurde klassifiziert nach

• Erreichter Abschlagsgüte

• Fragmentierung des Hauwerkes

• Schwadenbildung

 

Förderung Ladeschema:

 

Die ursprüngliche Menge von rund 125 bis 175 kg gelatinösem Sprengstoff pro Abschlag wurde ersetzt durch 75 bis 100 kg Emulex 2plus. Der Aufbau der restlichen Ladesäule besteht standardgemäß aus ca. 170 kg eingeblasenen ANFO.

Ergebnis: Nach Klassifizierung der Abschläge stellte sich heraus, dass in allen Vortriebsbereichen unter der Teilsohle 1000 m zur Gänze auf gelatinösen Sprengstoff verzichtet werden kann. Voraussetzung dafür ist der Einsatz von mindestens 75 kg Emulex 2plus im Kaliber 40/700 mm. Die Bereiche über der Teilsohle 1000 m konnten auf eine Kombination von 50 kg gelatinösem Sprengstoff mit 50 kg Emulex 2plus umgestellt werden. Hier resultiert der Einsatz von gelatinösem Sprengstoff durch das schwerer sprengbare Gebirge.

 

Die Verwendung von 225 g aus Hochleistungssprengstoff gegossenen Boostern zeigte hier jedoch, dass ein gänzlicher Verzicht auf gelatinösen Sprengstoff möglich ist. Die konzentrierte Energie des Boosters im Bohrlochtiefsten und die optimale Initiierung des Emulsionssprengstoffes führte auch in Sprengbereichen über der Teilsohle 1000 m zu einer Abschlagsgüte von 100%. Zusammenfassend kann erwähnt werden, dass der Anteil an gelatinösem Sprengstoff signifikant verringert werden konnte.

Versuche in Breitenau:

Für die Versuche im Magnesitbergbau Breitenau der RHI konnten die Erkenntnisse aus den Ergebnissen der Sprengungen in Mittersill im Vorfeld miteinbezogen werden.

Ladeschema:

Für die Testsprengungen wurde das bisher verwendete Rowodyn 36/560 mm ersetzt durch Emulex 2plus 40/700. Der Einsatz vom bisher verwendeten Emulsionssprengstoff wurde beibehalten, um den reinen Effekt der Wirkung von Emulex 2plus im Bohrlochtiefsten als Schlagpatrone klassifizieren zu können. Somit wurden keine zusätzlichen Änderungen im Ladeschema vorgenommen. Ergebnis: Die Erwartungen bezüglich Abschlagsgüte und Fragmentierung konnten zu 100 % erfüllt werden. Das Hauwerk fiel Förder- und Brechergerecht an, die Zutrittszeiten verringerten sich auf Grund der positiveren Schwadenzusammensetzung im Vergleich zum bisher verwendeten gelatinösem Sprengstoff.

Lediglich bei zwei Sprengungen ist die geforderte Abschlagsgüte nicht erreicht worden. Bei diesen Abschlägen war das Gebirge durch eine geologische Störung und Durchzerlegung gekennzeichnet, und die Energie des Sprengstoffes konnte nicht ausgenutzt werden. Diese Bereiche sind im Untertagebergbau Breitenau nicht außergewöhnlich und sind auch mit gelatinösem Sprengstoff schwer sprengbar. Der Einsatz von Emulex 2plus in den Konturbohrlöchern hatte einen weiteren positiven Nebeneffekt. Hier konnte mit dem Kaliber 35/700 eine gebirgsschonendere Variante im Vergleich zum gelatinösen Sprengstoff, bei vergleichbar guter Abschlagsgüte, eingesetzt werden. Dies konnte mit den bisher eingesetzten Emulsionssprengstoffen nicht erreicht werden.

Der Ersatz des gelatinösen Sprengstoffes im Außenkranz reduzierte den spezifischen Sprengstoffverbrauch von 2,0 kg/m3 auf 1,7 kg/m3. Die gewonnen Erkenntnisse aus den Untertagesprengungen zeigten auf, dass Emulex 2plus ein hervorragendes Leistungsspektrum besitzt und in einem breiten Anwendungsspektrum gelatinöse Sprengstoffe ersetzen kann. Mit den bisherigen Emulsionssprengstoffen ist dies nur unter teilweisem Einsatz von gelatinösem Sprengstoff möglich gewesen.

In übertägigen Gewinnungsbetrieben ist ein sogenannter „Emulsionsswap“ mit August 2010 angelaufen. Es konnten bereits erfolgreich zahlreiche Kunden von Austin Powder von gelatinösem Sprengstoff auf Emulex 2plus umgestellt werden. Bei diesen Umstellungen werden mehrere Sprengungen durch die Mitarbeiter der Abteilung Sprengtechnik geplant, dokumentiert und durchgeführt.

 

 

Zusammenfassung und Ausblick:

Der gelatinöse Sprengstoffverbrauch in den größten untertägigen Bergbaubetrieben konnte im Zuge der Versuchssprengungen nachhaltig auf < 5 % reduziert werden. Der Magnesitbergbau Breitenau ist seit September 2010 frei von gelatinösen Sprengstoffen. Alle zur Zeit laufenden Großbaustellen wie z. B Tunnelprojekte (Bosrucktunnel, Brennerbasistunnel ...) wurden von einem 50%igem gelatinösem Sprengstoffverbrauch auf 100% Emulsionssprengstoff optimiert. Emulex 2plus wird bereits in zahlreichen Steinbrüchen anstelle von gelatinösem Sprengstoff mit sehr gutem Erfolg verwendet. Das Programm „EmuSwap“ wird für die Abteilung „Sprengtechnik“ der Austin Powder GmbH eine wesentliche Aufgabenstellung in den nächsten zwei Jahren darstellen. Ziel ist es, möglichst viele Kunden in der Rohstoffgewinnenden Industrie, von der Qualität und den Vorteilen der neuen Emulsionssprengstoffe zu faszinieren. Der verstärkte Einsatz von Emulsionssprengstoffen bringt nicht nur gesundheitliche Vorteile mit sich, sondern auch gravierende technische und wirtschaftliche Aspekte. Diese sind als integrierender Bestandteil eines ganzheitlichen Sprengkonzeptes jedes einzelnen Betriebes zu sehen. Abschließend muss noch erwähnt werden, dass aufgrund von Erhebungen der Europäischen Vereinigung der Sprengstoffhersteller (FEEM) die Nachfrage nach gelatinösen Sprengstoffen in letzten Jahren rückläufig war.

DI Mark Ganster, Leiter Sprengtechnik Austin Powder Vertriebsgesellschaft mbH Quelle: www.bbb.co.at

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Emulex 1, Emulex 2, Emulex 2 plus, Emulex C, Emulex AV, und Emulex H sind patronierte Emulsionssprengstoffe auf Basis einer Wasser-in-Öl Emulsion und die modernsten zivilen Sprengstoffe. Sie sind mit Gasbläschen bzw. Mikrohohlkörpern sensibilisiert. Lose Emulsionsprengstoffe für Über- und Untertage Anwendungen unter der Produktbezeichnung Hydromite und HEET ergänzen die Produktpalette.
Austinite besteht aus hochwertigem porösem Ammoniumnitrat und Öl.
Seit März 2008 werden im Werk St. Lambrecht keine gelatinösen Sprengstoffe mehr hergestellt. Der von vielen Kunden geschätzte gelatinöse Sprengstoff „Austrogel“ wird nach unseren Rezepturen bei anderen Herstellern produziert und unterliegt unserer Qualitätskontrolle. Der Handelsname dieses Produktes lautet Austrogel P und enthält keine Nitroaromaten.
Die  APG Booster sind Verstärkerladungen  aus gegossenen Hochleistungssprengstoffen zum Initiieren von unempfindlichen und nicht kapselempfindlichen Sprengstoffen.
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